Eine Achtsamkeitsübung

Eine Achtsamkeitsübung kannst Du an so ziemlich jedem Platz machen, an dem Du Dich gerade befindest. Egal, ob Du zuhause bist oder auf der Arbeit oder irgendwo draußen. Du brauchst dazu nur etwas Ruhe

Meine Lieblings-Achtsamkeitsübung ist diese:

Lege Dich auf den Boden oder auf Deine Yogamatte. Schließe Deine Augen und atme.

Nimm wahr, wie sich Dein Körper entspannt..
Die Schultern fallen jetzt auf die Unterlage, Deine Arme und Beine streckst Du aus…
Deine Hände liegen mit der Handaußenseite auf dem Boden neben Dir und Deine Handflächen zeigen zum Himmel – Deine Hände sind leicht geöffnet
Du entspanne Dein Gesicht – auch die kleine Stelle zwischen deinen Augen.
Deine Zunge liegt locker in Deiner Mundhöle…
Entspanne Deinen Bauch.
Nimm Deinen Atem wahr – konzentriere Dich auf deinen Atem.

Stell Dir Deine Achtsamkeit wie Pfeil und Bogen vor. Spanne den Bogen und richte den Pfeil Deiner Aufmerksamkeit auf Deinen Atem. Wenn Du den Atem spüren kannst, ist es ein Treffer

Immer wieder musst Du einen neuen Pfeil abschießen.

Du beobachtest Deinen Atem.
Lege nun eine Hand auf Deinen Bauch und atme gegen Deine Handunterseite. Dein Bauch hebt und sekt sich im Rythmus.
Du spürst, wie die Luft durch Deine Nase strömt…

Und auch wenn Deine Gedanken plötzlich abschweifen… es ist egal
Komm einfach wieder zu Deiner Atmung zurück und beobachte sie – Der Lufthauch in Deiner Nase oder unter der Nase.. Wie sich die Hand auf Deinem Bauch hebt und senkt..
Immer wieder  kommst Du dahin zurück

Es kommt nicht darauf an, dass Du ständig bei Deinem Atem bleibst – sondern es kommt darauf an, dass Du immer wieder zu ihm zurück kehrst.

Dan Millan Zitat zu Gedankenkontrolle

So sehr Du Dir auch wünschst, dass Deine Achtsamkeit auf einen Punkt ruhen vermag, so ist das in der Regel nicht der Fall. Wenn Du Deine Aufmerksamkeit nicht auf Deinen Atem richtest, richtet sie sich auf etwas anderes…

Also.. Wo spürst Du den Atem?
Unter Deiner Nase, in den Nasenlöchern?
Hebt sich Dein Brustkorb oder Dein Bauch?
Wo spürst Du ihn?
Lenke darauf Deine Aufmerksamkeit und bemerke immer wieder wie Du einatmest und ausatmest.

Siehe das Positive: Wenn Du während Deiner Achtsamkeitsübung zehnmal merkst, dass Du mit Deiner Aufmerksamkeit wieder bei Deiner Arbeit bist und Dich darüber ärgerst, was für ein Quatsch Dein Vorgesetzter erzählt hat oder darüber nachdenkst, was Du morgen zum Mittagessen kochst…
Macht nichts… Ärgere Dich nicht darüber!

Komm einfach wieder zurück zu Deiner Atmung!
Du lernst so innerhalb Deiner Achtsamkeitsübung zehnmal zu Dir zurück zu kommen!

Jetzt bist Du wichtig!
Über Deinen Chef oder das Mittagessen kannst Du nachher immer noch nachdenken – wenn Du das tatsächlich möchtest!?

18. Juni 2020