Angst in  Kraft und Schatten

Angskraftt ist die Kraft, die uns unbekannte Tore öffnet und unbekannte Wege beschreiten lässt. Mit Hilfe der Kraft werden wir kreativ…Wir springen über unseren Schatten und schaffen etwas Neues.
Die Interpretation zum diesem Gefühl ist: Das ist furchtbar.
Wir beziehen die Position, dass wir etwas weder ändern – noch akzeptieren können

Beispiel: Der Verlust der Arbeitsstelle nach 13 Jahren Betriebszugehörigkeit kann einem schon mal den Boden unter den Füßen wegziehen. Wie soll es jetzt weitergehen? Zukunftsängste, Existenzängste und Zweifel etc. sind da oftmals tägliche Begleiter. Die eigene Position, die oftmals dazu eingenommen wird ist, dass diese Situation nicht änderbar und so nicht akzeptierbar ist.
Doch mit Hilfe der Angstkraft können wir dieser Situation angemessen begegnen

Die Kraft der Angst brauchen wir…

  • Um Auswege und Lösungen zu finden
  • Abenteuer zu erleben
  • Um uns auf das Ungewisse einzulassen
  • Um unsere Grenzen zu überschreiten
  • Um über uns selbst hinaus zu wachsen und uns zu entwickeln
  • Um kreativ zu sein
  • Um unsere Lebensaufgabe zu finden und wirklich leben zu können

 

Fehlt uns die Angstkraft

Wenn uns die Angstkraft fehlt, fehlt in uns die Wahrnehmung unserer Grenzen. Wir tun so, als wäre immer alles ok, als wären wir jeder Situation gewachsen und als wären wir unverwundbar. Wir blenden unsere Begrenzungen aus und tun so als wären sie nicht existent.

Oftmals sind wir uns dieser Grenzen bewusst – oftmals vielleicht nicht – doch möchten wir die Konfrontation mit ihnen vermeiden.

Dadurch entbehren wir eine gewisse Lebendigkeit, die uns kreativ werden lässt und wachsen lässt. Es gibt dann in uns keinen Impuls für eine Veränderung, wenn immer alles ok erscheint und nichts als furchtbar oder unlösbar interpretiert wird.

Für manche Menschen ist Angst eine Art von Schwäche. Und wer gibt schon gern eine Schwäche zu?

Schon als Kind wurde dem kleinen Jungen eingeredet „Jungs haben keine Angst“ – und Männer haben schon mal gar keine Angst – vor nichts. Daraus ergeben sich negative Leitsätze wie: Männer haben keine Angst.
Doch… haben sie und dürfen sie auch haben!!
Und.. MÜSSEN sie auch haben!

 

Für Menschen mit schlechter Grund-Bindung ist oft „zu wenig Angst“ nicht das Problem – wir haben meistens das Problem, viel zu viel Angst in uns zu haben. Bei uns ist die Existenzangst verankert.

Beispiele für Ängste in unserer Gesellschaft: Existensängste, Versagensängste, Verlassenheitsängste, Schulängste, Prüfungsängste

Die Schattenseite der Angst lähmt uns. In Situationen, die wir als schrecklich interpretieren, werden wir stocksteif und handlungsunfähig.

Zu viel Angst

Hast Du zu viel Angst, bist du im Alltag oft gestresst, nervös und schreckhaft. Du bist in Dir gefangen

Zu wenig Angst

Hast Du zu wenig Angst, wirkst Du unverwundbar und nicht authentisch. Du bist oft gut drauf und unberührbar.

Zusammenfassung zum Thema Angst

  • Interpretation: Das ist furchtbar
  • Eigene Position: Etwas ist weder änderbar noch akzeptierbar
  • Aufgabe: Kreativität
  • Kraft: Schöpfung
  • Schatten: Lähmung

17. Juli 2020