Freude ist einfach nur toll! Es ist wohl das einzige Gefühl, das wir als grundgut einstufen. Dabei hat es sowohl Kraft als auch Schatten.

Wenn wir uns gut fühlen und die Situation oder den Tag als „das ist richtig“ oder auch „das ist schön“ interpretieren, ist hier wohl die Freude am Werk.

Jeder interpretiert Freude anders

Der eine freut sich, wenn er kilometerweit mit dem Motorrad durch die Lande düsen kann. Der andere freut sich, wenn er sich stundenlang mit seinem Buch auf dem Sofa verkriechen kann. Der eine liebt angeln, die andere tanzen.Und das ist auch gut so. Schließlich sind wir ja alle Individuen.

Doch leider fällt es uns nicht immer leicht, uns zu freuen. Warum ist das so?

Was ist Freude?

Freude lässt uns Höhenflüge machen und die für uns schönen Momente am Tag genießen. Wenn wir uns freuen, strahlen wir innerlich und äußerlich. Freude macht uns anziehend und verleiht uns Charisma.

Die Kraft der Freude bringt Wertschätzung mit sich. Ihre Leichtigkeit lässt uns die Schönheit dieser Welt erkennen und beflügelt uns.

Was ist Freudekraft?

Menschen mit einer guten Freudekraft sehen das Schöne im und am Leben. Sie sehen das Positive anstatt sich immer nur auf das zu konzentrieren, was nicht passt, was nicht geht, was doof ist und was heute schon wieder alles schlecht am Tag ist.

Die, die mit Freude durch  den Tag gehen, sehen Lösungen und suchen nicht nach dem Problem.

Froehliche Kinder

Wieso sehen wir so oft das Negative?

Leider sind wir Menschen biologisch so angelegt, dass wir unseren Fokus eher auf die Dinge legen, die falsch, furchtbar oder schade sind.

Wir sind problemorientiert veranlagt, weil es von jeher unserem Überleben dienlich war.

Früher hat uns diese Fähigkeit unser Leben gerettet – heute ist sie eher hinderlich.

 

Bedrohung

Wie lerne ich Freude?

ABER! Freude kann man tatsächlich lernen!

Es bedarf ein wenig Anstrengung und Kontinuität – doch das lohnt sich! Wenn wir lernen, unseren Blick auf das Schöne im Leben zu richten und die Interpretation dafür zu treffen, öffnen wir unser Herz für all das Schöne im Leben und können es so in vollen Zügen genießen. (Ja auch dann wenn es sich oft einfach nur schwer anfühlt).

Vorab: Auch wenn man es kaum glauben kann, ist Freude eine neutrale Kraft. Erst die Absicht, mit der wir sie nutzen, bestimmt, welches Ergebnis wir mit ihr erzielen. Wir erinnern uns daran, dass allein die Interpretation einer Situation das Gefühl bestimmt. (LINK zu Gefühle bewusst erzeugen)

Die Interpretation, das etwas schön ist, kann ich schon am Morgen treffen.
Beispiel: Es ist morgen. Gerade bin ich aufgewacht. Ich liege in meinem warmen, weichen Bett und drehe mich noch einmal auf die andere Seite. Die dicke Federndecke ist warm und fluffig. Der Bezug ist ganz weich und ich versinke nochmal in meinem weichen Kissen. Leise Pianomusik klingt in meinen Ohren. Ich genieße den Augenblick. DANKE

Ich stehe in der Dusche. Der herrlich warme Wasserstrahl massiert meinen Körper, die kleinen Wassertropfen tanzen lustig auf meiner Haut. DANKE!

Ich erhasche den Duft von frischem Kaffee in meiner Nase. MMmhhhh Leckhaaa! DANKE!

Meine Tasse Kaffee in der Hand genieße ich die warmen Sonnenstrahlen, die in mein Gesicht fallen. Diese Ruhe.. Einfach wunderbar! DANKE!

Freude hat also etwas mit DANKBARKEIT zu tun!

Und so kann man schon den Morgen mit Freude und Dankbarkeit beginnen. Probiere es aus! Worüber freust Du Dich am Morgen? (LINK zu Superressourcen)

Wie wir Freude lernen? Das geht so:

Diese Geschichte hat mir den Weg dafür geebnet, den Blick wieder auf das Positive zu richten:

Die Geschichte von den Glücksbohnen:

Es war einmal ein Bauer, der steckte jeden Morgen eine Handvoll Bohnen in seine linke Hosentasche. Immer, wenn er während des Tages etwas Schönes erlebt hatte, wenn ihm etwas Freude bereitet oder er einen Glücksmoment empfunden hatte, nahm er eine Bohne aus der linken Hosentasche und gab sie in die rechte.

Am Anfang kam das nicht so oft vor. Aber von Tag zu Tag wurden es mehr Bohnen, die von der linken in die rechte Hosentasche wanderten. Der Duft der frischen Morgenluft, der Gesang der Amsel auf dem Dachfirst, das Lachen seiner Kinder, das nette Gespräch mit einem Nachbarn – immer wanderte eine Bohne von der linken in die rechte Tasche.

Bevor er am Abend zu Bett ging, zählte er die Bohnen in seiner rechten Hosentasche. Und bei jeder Bohne konnte er sich an das positive Erlebnis erinnern. Zufrieden und glücklich schlief er ein – auch wenn er nur eine Bohne in seiner rechten Hosentasche hatte.

 

Eine Kichererbse von Rechts nach Links

In der Küche stand eine Packung mit Kichererbsen – Bohnen waren aus.

Auch gut!

Es hat etwas länger gedauert, doch es hat tatsächlich funktioniert 🙂
MEGA!

Allein bei dem Gedanken an den Satz „Eine Kichererbse von Rechts nach Links“ musste ich grinsen – hehe

Eine weitere Idee um zu lernen, den Blick auf das Positive zu richten, ist dieses:

Wenn Du weder Hosentaschen noch Bohnen oder Kichererbsen hast, dann baue Dir „Ein Glas voll schöner Erinnerungen“

Dazu brauchst Du: Ein großes Glas – gern auch wundervoll verziert. Einen Stift und viele kleine Zettel..

Und so geht es: jedes Mal, wenn Du eine schöne Erfahrung am Tag gemacht hast, schreibst Du diese auf den kleinen Zettel und wirfst ihn in das Glas. Du kannst gern das Datum dazu schreiben, doch wichtig ist, dass Du detailliert notierst, WAS schön war oder was Dir Freude am Tag gebracht hat.

Und die Superlative ist dann diese Variante: Achte auf Dich und Deinen Körper! Wo genau spürst Du diese Freude? Bei dem einen braucht es länger, bei dem anderen kürzer, um das heraus zu finden. Warum Du das tun solltest, erzähle ich Dir (LINK zu Superressourcen)

Du kannst die leeren Zettel in der Wohnung verteilen oder welche auf der Arbeit hinlegen, damit Du sie immer griffbereit hast.

Negative Glaubenssätze blockieren

Gerade bei uns Pflegekindern sitzt der negative Glaubenssatz „Ich bin nicht gewollt“ tief und zunächst noch fest verankert.

Das hindert uns daran, der zu sein, der wir sind und das Leben so zu leben, das wahrhaftig zu uns passt.

Zu fühlen, wer wir tatsächlich sind und gleichzeitig die innere Sicherheit zu haben, dass wir so, wie wir sind, gut sind, können wir lernen.

Unsere negativen Glaubenssätze können wir auflösen!

Doch ACHTUNG! No Positiv Thinking

Es kann vorkommen, dass Du Dinge als richtig interpretierst, nur weil Du negativen Dingen entgehen möchtest. Doch das wäre der falsche Weg. Negative Dinge zu leugnen, zu ignorieren oder umzuinterpretieren macht Dich auf Dauer krank! Also: Es darf tatsächlich Dinge geben, die Du für Dich als schlecht interpretierst! Und andere dürfen auch denken, dass das völliger Quatsch ist 😉 Ist ja ihre Ansicht

Ohne Schatten – kein Licht

Wir alle werden mit Dingen in unserem Leben konfrontiert, die eine andere Interpretation von uns abverlangen, als dass sie schön oder richtig sind. Und das gehört dazu. Ohne Schatten kein Licht. Yin und Yang eben… Und du? Was magst Du, was magst Du nicht?

Zurück zum Bewusstsein

Du musst nicht alles als richtig oder schön empfinden, nur weil die Gesellschaft es gut findet oder weil MAN DAS von Dir erwartet. Du darfst auch gegen den Strom schwimmen und Deine eigene Meinung haben. Mit dem Strom zu schwimmen fühlt sich im ersten Moment zwar toll an, doch auf Dauer macht es unglücklich. Du versuchst es jedem recht zu machen. Doch der, mit dem Du mindestens lebst, solange Du auf dieser Erde bist, bist Du!

Also fang an die Leere, die Du so oft spürst, mit DIR zu füllen. Authentizität ist hier das Schlüsselwort.

Fang an zu fühlen! Nutze die Achtsamkeit und die Meditation um zu Dir zurück zu kehren.  (Achtsamkeitsübungen und Achtsamkeit, Konzentration & Meditation)

 

Gefühlsarbeit bringt Dich in die Balance

Bewusstseinsarbeit oder auch Gefühlsarbeit hilft uns auf dem Weg, unsere Authentizität zu finden. Wir treten ganz in Kontakt mit uns und unserem Leben. Wir lernen, auch für uns falsche Situationen richtig zu interpretieren (und nicht mehr zu leugnen). Wir lernen auch die „unliebsamen Gefühle“ wie Trauer, Wut, Angst und Scham ganz zuzulassen, und ihre Kräfte einzusetzen.

Mit ihren Kräften meistern wir das Leben – wir lernen zu lieben, zu kämpfen, zu erschaffen, wertzuschätzen und anzunehmen.

UND Du lernst, dass wenn Du bei Dr bist, sich die Leere, die Du gefühlt hast, mehr und mehr verschwindet

Balance finden

12. August 2020