Ein guter Weg zurück zu uns selbst zu finden, ist die Vereinigung von Körper, Geist und Seele. Dies gelingt am besten durch Achtsamkeit, Konzentration & Meditation. Damit meine ich: Achtsamkeit für sich zu entwicklen und die Konzentration auf sich selbst zu richten. Zusammengefasst ist es das Entwickeln für sein Bewusstsein. Dabei unterstützt die Meditation.

Beziehung zwischen Achtsamkeit und Konzentration

KONZENTRATION ist zielgerichtete Aufmerksamkeit. Wir üben uns in Konzentration, indem wir unsere Aufmerksamkeit immer und immer wieder auf einen ganz kleinen Bereich unserer Wahrnehmung richten. Wie zum Beispiel auf unseren Atem.

Qualität der Aufmerksamkeit

Wenn wir uns nach und nach besser auf diese eine Sache konzentrieren können, ändert sich auf die Qualität unserer Aufmerksamkeit. Sie wird weniger zerstreut und zielgerichteter.

Beispiel: Stell dir eine Lupe vor, die das Sonnenlicht in einen hellen kraftvollen Punkt verwandelt.

Wenn wir sehr konzentriert sind, ist unsere Aufmerksamkeit genauso – Lupenbetrachtung. Sie ermöglicht uns das Rauschen in unserem Kopf zu durchdringen und tiefere Einblicke in unseren Geist, Körper und Gefühle zu erhalten.

Bild zu Qualität der Aufmerksamkeit - Blüte in der Natur

ACHTSAMKEIT ist unser Bewusstsein

Achtsamkeit ermöglicht uns, unsere Erfahrungen so wahrzunehmen, wie sie sind – ohne zu bewerten – ohne zu reagieren.

Wenn wir bei der Taschenlampe bleiben, ist die KONZENTRATION die Lupe und die ACHTSAMKEIT der Sonnenstrahl, der durch die Lupe scheint. Wenn wir achtsamer werden, können wir mehr Licht auf jeden einzelnen Moment unserer Wahrnehmung richten.

Um durch Meditation die größte Wirkung zu erzielen, müssen wir ACHTSAMKEIT und KONZENTRATION entwickeln.

Die Lupe nützt nichts, wenn es keine Sonnenstrahlen gibt, die durch sie hindurch scheint. Und Sonnenstrahlen alleine sind zu sehr gestreut um eine große Wirkung zu haben.

Zu Beginn einer Meditation wirkt es sich häufig positiv aus, zunächst einige Konzentrationsübungen zu machen – wie z.B. die Konzentration auf den Atemfluss. Damit kannst du deinen unruhigen Geist sammeln um mit der Mediationsübung eine größtmögliche Wirkung zu erzielen. (Hier geht´s zu den Atemübungen)

Wenn Meditation schwer fällt

Manchmal hast du vielleicht das Gefühl, dass dein Geist zu unruhig ist… Dann kann es frustrierend sein, sich auf eine Sache konzentrieren zu wollen. D.h. aber nicht, dass du an solchen Tagen nicht meditieren kannst. Du brauchst dann einfach eine Achtsamkeitsübung. Versuche, also erst dein Bewusstsein zu erweitern – statt dich zu fokussieren. Nimm einfach wahr, was geschieht, während deine Gedanken, Gefühle und körperlichen Empfindungen ändern.

Konzentration und Achtsamkeit arbeiten in der Meditation zusammen. Ihre Kooperation führt zu Erkenntnis und Verstehen.

buddhagesicht

Achtsamkeit ist ein Hauch von Bewusstsein, den wir jeden Moment der Erfahrung verleihen können

Wieder FÜHLEN lernen

Viele von uns haben das Fühlen verlernt. Wir funktionieren einfach nur noch. Die Hektik des Alltags, der eigene Perfektionismus und die vielen Aufgaben, die wir uns auferlegen um Anerkennung zu ergattern, machen aus uns einfach nur noch einen funktionierenden Menschen. Doch was fühlen wir wirklich?

Fühlen und Achtsamkeit sind eng miteinander verbunden

„Achtsamkeit lernen“ in den Alltag integrieren

Stell Dir Deinen Wecker an der Armbanduhr oder an Deinem Handy so, dass es stündlich klingelt. Klingelt es, ist es eine Erinnerung an Dich, dass Du kurz Deine Achtsamkeit nur auf Dich lenkst.

Schließe Deine Augen und beginne damit, Deinen Körper zu checken. Stück für Stück. Beginne mit deinen Füßen… Was spürst du? Sind sie kalt oder warm, kribbelt es, liegt Deine ganze Fußsohle auf dem Boden oder ist Dein Fuß angespannt, so dass nur ein Teil Deines Fußes auf dem Boden liegt?

Gehe mit Deiner Achtsamkeit durch Deinen Körper.. Waden, Knie, Oberschenkel, Po, Rücken, Bauch, Oberkörper, Oberarme, Unterarme, Hände, Finger, Kopf… Was spürst Du? Druck, Wärme, Angespanntheit, kribbeln, ziehen?

Kitzeln Deine Haare im Gesicht? Saust der Wind an den Ohren vorbei? Beißt Du mit deinen Zähnen auf die innere Wange? Kräuseln sich die Lippen? Ist Deine Kehle entspannt, so dass Deine Zunge locker in Deinem Mundraum liegt? Zieht das Zopfgummi an Deinem Schopf?

Für das Fühlen gibt es keine Abkürzung!  sagte meine Coachin zu mir

18. Juli 2020